Sojorner Map

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Unsere Route

Mittwoch, 10. Februar 2010

Laos

Nach dem Vietnam-Kulturschock sind wir froh, in einem anderen Land zu sein. Laos.

Gleich das erste Dorf, in dem wir nach einer vierzig stuendigen Zug- und Busfahrt durch Vietnam ankommen macht Laune auf mehr.
Wir sind im Nordosten von Laos in Muang Khua am Nam Ou, ueber den wir am zweiten Tag weiter nach Sueden und Nong Khiaow tuckern.
Das Leben hier ist langsamer, man wird nicht die ganze Zeit ueberfallen mit Kaufaufforderungen und Hoeflichkeit ist kein Fremdwort.
Ganz in Gegenteil. Alle sind neugierig, wir koennen nach einem Tag mehr laotisch als nach drei Wochen in Vietnam vietnamesisch.
Das Leben hier ist interessanterweise etwas teurer und mit Kambodscha zu vergleichen, auch wenn das Land viel aermer ist.
Alles ist ein grosser Bauernhof, mit Vieh, Reis und alles Handarbeit, sehr wenig Maschinen, wenig Traktoren, wernig Autos. Kinder spielen ueberall - einfachst, aber lachend. Es wird gewaschen, gewoben, getrunken.
Die Bootsfahrt am ersten Tag ist superschoen, es geht flussabwaerts, durch enge Passagen, von Bergen eingerahmte Taeler, meistens von dichtem tropischen Wald ueberwuchert.
010220102845.jpg Reislandschaft in Laos
Wir schlafen in netten Unterkuenften und unterhalten uns so gut es geht mit den Leuten. Unser Point-it hilft, vor allem macht es aber Spass, gemeinsam durch die Seiten zu blaettern. Unser Guest House hat einen netten Tisch -  300120102829.jpg How I learned to love the bomb, oder was man sonst so in der naeheren Umgebung findet - der Ticketschalter ist leider zu. 300120102831.jpg Morgen wieder probieren!

Leider gibt es hier nur in den groesseren Staedten Geldautomaten, was uns leider zwingt, (zu) schnell weiter zu fahren, wir waeren sonst laenger geblieben.

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Unsere erste richtige Station in Laos ist Luang Nam Tha. Wir wollen mal wieder was tun und machen uns mit einer kleinen Gruppe fuer drei Tage auf in den Dschungel zum Wandern.

020220102857.jpg Frueh Mogen im Dschungel
Das Gruen im Nationalpark Nam Ha ist nicht mehr ueberall das Neueste, aber es ist schoen, unterwegs zu sein, durch Bambuswaelder zu wandern und in eiskalten Baechen baden zu gehen.

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Wir uebernachten in einfachen Huetten und wachen mit Vogelgezwitscher auf. Den Tagesrhytmus bestimmt die Sonne. Um Sieben ist es finster und wenn das Lagerfeuer aus ist, wird ins Bett gegangen - also zumindest unter das Moskitonetz, wobei es jetzt kaum welche gibt. Das ist dann so zwischen acht und neun. Wir schlafen trotzdem sofort ein... Wir erklaeren uns das durch den Sticky-Rice.
030220102873.jpg Romantisch! Und erst der Sternenhimmel!!!

Es gibt super leckeres laotisches Essen. Die ersten Tage Stickyrice auf Bananenblaettern. Dazu gruene Bohnen mit Paprika, gut gewuerzt mit Chili, Dill, Ingwer, Knoblauch. Wasserbueffelfleisch mit Morning-Glory. Was auch nie fehlt ist die typische laotische Chili-Paste, besonders lecker mit Aubergine und frischen gehackten Wurzeln wie Kardamom.
Ueberall zu finden, frisch aus dem Wald.

030220102865.jpg Gegessen wird mit den Fingern!
Zum Fruehstueck gibts eine weitere Leckerei. Gegrillten Stickyrice mit Ei. Dazu wird der Reis auf einen Stab gepappt, ueber dem Feuer angebraten, mit Ei ueberstrichen und dann nochmals kurz ueber dem Feuer erhitzt. 030220102861.jpg Superlecker!
Nach drei Tagen haben wir ein wenig zugenommen, Natur gesehen, Einheimische in ihren Doerfern 020220102848.jpg besucht und jede Menge Lao Lao (Reis-Whisky) getrunken :-).
Die Fahrt geht weiter in den Westen von Laos, um mit dem Boot nach Luang Prabang zu kommen. Eine Nacht bleiben wir im Golden Triangle zwischen Laos, Thailand und Myanmar (hier gibts auch nix zu sehen).
Die zweitaegige Mekong-Bootsfahrt ist beliebt bei Touris, 150 Mann an Board, aber auch die einzige vernuenftige Verbindung flussabwaerts. Speedboote, die die Fahrt an einem Tag machen, gibt es auch, wir haben aber keine Lust, mit Motorradhelm auf dem Kopf in Olivenschiffchen ueber den Fluss zu jagen.
Die Fahrt ist schoen, besonders abends und morgens erwarten uns beeindruckende Bilder.
070220102892.jpg Das Leben am Fluss morgens in Pak Beng (Die Bilder mit der Digi sind GENIAL geworden - gibts aber erst spaeter nach Rueckkehr, haehahae)
Als wir in Luang Prabang ankommen, wird es schon finster. Wir schlendern durch die kleinen romantischen Gassen der frueheren Koenigsstadt. Die Franzosen haben hier einiges hinterlassen, zum Beispiel Einfluss auf Architektur und Kueche, was - den Verlust Indochinas fast ueberwunden - jetzt wieder vor allem Franzosen anzieht.
Wir besichtigen die zahlreichen Wats, machen einen Motorradausflug zu den Buddhahoehlen ueber dem Mekong.

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Es geht mit einem Nachtbus weiter in die Hauptstadt Vientiane.

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