Sojorner Map

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Unsere Route

Sonntag, 10. Januar 2010

Mekong Viet-Nam

Es ist nicht weit von Phnom Penh nach Viet-Nam. Grad mal 100 Kilometer oder so. Mit dem Bus zwei Stunden, aber viel netter und direkt ist eine Bootstour auf dem Mekong.
Das Slowboat braucht vier Stunden bis in die vietnamesische Stadt Chau Doc. Dort wollen wir hin.

Die Bootsfahrt war spektakulaer, bis auf ein kleines Magenproblem. Juergen doest die ganze Fahrt und kippt nach Ankunft erstmal erschoepft ins Bett. Mhmm, fast vierzig Grad Fieber. Hoffentlich hat er sich nichts aus Kambodscha mitgenommen. Muecken gab es eigentlich kaum die letzten Tage und der Inder sollte ok gewesen sein.
Wir ruhen uns aus, am naechsten Tag sehen wir weiter. Fieber ist fast weg, aber fit ist was andres. (Gut, dass wir eine gute Reiseapotheke mit haben. Die naechsten drei Tage werden etwas unangenehm, aber es ist wieder alles ok 8-) ). Von Chau Doc haben wir wenig mitbekommen, wir machen uns langsam auf den Weg nach Can Tho, um die Floating-Markets zu sehen.

Per Minibus solls weitergehen. Die Tickets sind fuer einen lokalen Bus. Die Rezeption meint 'oh, good, cheap' - die Touritickets kosten das dreifache. Dann guckt sie komisch und 'not good' rutscht ihr raus, aber auf mehrmaliges Nachfragen keine Antwort. Und Ende des Gespraechs. Freundlichkeit ist dabei auch was anderes, Mels erster Kulturschock...
Am Busbahnhof. Fahrer und Kollege winken uns ziemlich hektisch weiter, so schnell waren unsere Rucksaecke noch nie verstaut. Recht nervoes die Jungs, wir haben sie auch grad dabei gestoert, unter der Hose an jeder Wade vier Zigarettenstangen anzubringen...die Hose sitzt nachher so eng, dass man die Abdruecke der Stangen auf 10 Meter Entfernung sieht. Geiler ist noch der Guertel mit Schachteln um den Bauch oder die, die aus den Hosentaschen quillen ;-). Nach fuenf Stunden rumpeliger Fahrt kommen wir aber irgendwie an, unkontrolliert. Waer auch mal interessant gewesen, was bei so einer Inlandszollkontrolle passiert waere.

In Can Tho schippern wir zu Sonnenaufgang mit einem kleinen Boot ueber den Fluss. Frauen auf ihren Booten handeln, verkaufen, tratschen - eigentlich alles mehr ein reines schreien. Ein wildes Treiben am Flussufer.
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Waren werden von Boot zu Boot gereicht, mehr geworfen. Essensverkaeuferinnen kommen ran gefahren, reichen Dir was ins Boot. Touristen sitzen dazwischen, die Kameraobjektive suchen, es klickt ueberall. Die Bootsfahrer versorgen ihr Boot mit Sprit, sich selbst mit Bier und uns mit Fruechten. Hinter uns kommen zwei Jungs auf ihrem Einbaum angeduest, ein Fischernetz an zwei Stangen wird durchs Wasser geschoben. Wir gucken uns an - hier, in der Bruehe? Nach wenigen Sekunden wird die Stange angehoben und langsam am die Oberflaeche geholt. Im Netz zappelt eine silbrige Masse, die schnell eingesammelt und im Eimer verstaut wird. Weg sind sie schon wieder, aber dahinter kommt schon der naechste angetuckert. Motoren werden in Marktnähe ausgemacht und die Ruder in die Hand genommen. Langsam wird mit beiden Armen und im Stehen rhytmisch das Ruderwerk bedient. Wo eigentlich alles voller Boote ist geht es mitten rein, ohne Ruecksicht wird geschoben, gerammt und ein passender Platz fuer das eigene Geschaeft gesucht.
Ein lustiges Treiben und soweit wir das jetzt schon sagen koennen, typisch fuer Vietnam. Keine Ruecksicht. Business ist das Mantra!
Kurz vor dem wilden Treiben 070120102645.jpg

Wir fahren weiter durch die Kanaele, machen einen Spaziergang. Gucken uns an, wie Reisnudeln gemacht werden.
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Die Fahrt war weniger romantisch als gedacht, aber eben spannend mit anzusehen und eine gute Einstimmung auf Viet-Nam.
Über die Monkey-Bridges 070120102649.jpg

Handcraft Market: 100120102670.jpg

Es geht weiter nach Saigon oder offiziel Ho-Chi-Minh-City (HCMC).
Wildes wuseln ueberall und vor allem Motorraeder! Ueberall, alles, jeder. Allein, zu zweit, zu dritt, zu viert, zu FÜNFT. Die ganze Familie auf der alten Honda. Alles faehrt, alles wird fahrend gemacht. Es tuckert, es hupt. Gas Gas Gas! Helmpflicht ja, Kopfschutz nein. Bunte Dinger aufm Kopf, aber fast aus Papier. Schutz? Wogegen, gegen den Irrsinn? Bringt eh nichts. Mundschutz. Ein Tuch, eine Hand, ein ... was war das eigentlich? Wird schon alles gut gehen, wird mich schon gehoert haben. Alles fliesst mehr oder weniger. Eine Richtung, zwei, drei auch vier. Quer, kreuz und quer. Ueber Kreuzungen, mehr oder weniger bei gruen. Keine Regeln. Du bist groesser als ich, hast Vorfahrt. Da ist noch Platz, rein da! Kein Platz, hupen, weg da! Von links, von rechts, egal. Jeder schaut nach vorn. Zwei sind sich nicht einig, Stillstand mitten auf der Kreuzung. Grad so ohne Koepfe knacken.
Ueber die Strasse, aber wie? Einfach mitten durch. Ein Schritt nach dem anderen, konstante Schritte, nicht zoegern. Schritt fuer Schritt. Blicke trotzdem links und rechts. Alles kommt aus jeder Richtung. Und immer dran denken, vor allem Autos sind immer groesser als Du ;-)

Wird schon wieder... 090120102667.jpg

Die Einheimischen hier? Noch direkter als der Verkehr, unnetter, gieriger, wie der Verkehr. Erste Frage, how much? Oh, bad bad! Why is it bad? Oh, its ok!? Letzte Frage: Ticket? Cheap cheap! Buy from me!
Die Kommunikation ist schwierig. Kein Englisch, nichts. Aus Ueberzeugung, da sind wir uns sicher. Auch wenn hier der Kommunismus herrscht, Business, Business - Kapitalismus at its best...
Der Weg durchs Resto, einmal durchs Wohnzimmer: 100120102676.jpg

Ein T-Shirt Aufdruck triffts ganz gut.
Please,
No Massas
No Taxi
No Moto
No Shoushine
Thanks!

Hier sind wir gerne, 080120102661.jpg im Yogurt Space!

Saigon war GI-City. Der Vietnamkrieg ist nicht mehr zu sehen. Aber in den Tunneln von Cu-Chi kurz vor Saigon, kann man sich ein Bild machen. Wo 12 von 16 Tausend Vietcong starben. Wo Kinder gepriesen werden, weil sie viele Amis getoetet haben. Direkt im Areal kann auch scharf geschossen werden - der Atmo hilfts, Maschinengewehrsalven rattern durch den Dschungel. Es ist laut und für grad einen Doller pro Schuss lassen die Touris das M16 oder das Ak47 knattern. Oder auch größeres, hier sagen sie Rambo-Gun zur M60. Das 20 Dollar Magazin ist in fünf Sekunden durch.




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Das Museum zurück in Saigon ist ein wenig besser. Die gesamte Kriegsgeschichte ist dokumentiert. Waffen, Folter Kriegsverbrechen und Bilder von Kindern, die auf die Welt kommen, wenn 70 Millionen Liter Gift - darunter jede Menge Dioxin - verstreut werden und alles '... in die Steinzeit zurueck gebombt wird.'. Nicht schoen.

Saigon macht aber Lust auf mehr. Es ist hektisch, aber auch Asien pur.
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Montag, 4. Januar 2010

Battambang - Phnom Penh - Prosit Neujahr Sihanoukville

Tiefer gehts ins Landesinnere. Battambang liegt auf dem Weg nach Phnom Penh. Wir machen wegen der franzoesischen Kolonialbauten halt und holen unser Weihnachtsessen nach :-).
Die Riverside Bar and Balcony trifft unseren Geschmack.  251220092588.jpg 251220092590.jpg
Danke fuer das GeschenkAm zweiten Tag gehts mit dem Tuk Tuk um die Stadt. Wir gucken uns an, wie Reismehl gekocht und als hauchduenne Scheibe getrocknet wird, um daraus spaeter zum Beispiel Fruehlingsrollen zu machen 261220092594.jpg, (hier trocknets) Fahren weiter zu Ruinen und Tempel, besichtigen die lokale Fischverarbeitung. Im Wesentlichen werden kleine Fische mit sehr viel Salz per Schaufel vermengt und in grossen Steinbottichen getrocknet. Fuer uns sieht es aus wie Fischmehl und Tierfutter, aber daraus entsteht eine Kochzutat fuer Fischgerichte. Die einen sagen, dass es am besten 12 Monate gelagert werden muss, damit sich alle Aromen entwickeln, die anderen sagen, es ist eine chemische Waffe.
Groessere Fische werden zerlegt und in der Sonne getrocknet - wie auch sonst ueberall an der Strasse, was immer wieder zu interessanten Geruchsmischungen fuehrt. Wir findens nicht so toll und versuchen dem Gestank schnell zu entfliehen. Weiter gehts ueber Wiesen, Reisfelder, vorbei an kleinen Siedlungen und ueber holprige Strassen bis zu einer kleinen Huette. Heraussen lodern ueber einer laenglichen Feuerstelle kleine Bambusstoecke, zum Teil verkohlt. Daneben ein grosser Haufen Spaene. Wir lernen hier, wie 'Bamboo-Sticky-Rice' gemacht wird. Dazu werden klebiger Reis, Kokosmilch und schwarze Bohnen vermischt und in einen hohlen Bambusstock gepappt, verschlossen mit einem Bananenblatt. Das Ganze wird ein paar Stunden ueber dem Feuer gebacken, die schwarze Rinde anschliessend abgehobelt. An den Reis kommt man durch Eindruecken der nun trockenen und duennen Bambusrinde. Gegessen wird Bamboo-Sticky-Rice mit der Hand. Hervorragend! Als Snack oder auch ganze Mahlzeit, ganz schoen magenfuellend so ein Stick. Schmeckt ein bisschen wie Milchreis, durch den Bambus hat es eine exotischere Note. Am naechsten Tag wirds unser Fruehstueck im Bus, auf unserem Weg in die Hauptstadt.

Phnom Penh. Grosse Stadt am Tonle Sap. Die damalige 'Perle Suedostasiens' hat aber inzwischen ein wenig von ihrem Charme verloren. Eine breit und sehr lang angelegte Uferpromenade, mittig des hinreichend beeindruckenden Royal Palace 291220092611.jpg und der Silver Pagoda mit einem der zwei existierenden Emerald-Buddhas und einer 90 Kilo schweren Statue aus massivem Gold. 291220092612.jpg Im Park Lieblingstiere ueberall in gruen.
291220092615.jpgUnd schoener Tuerschmuck. Noerdlich und suedlich vom Palast verstreut Ministerien, ein paar luxurioese Hotels und Lokale, hauptsaechlich fuer Touristen, die die Sicht auf den leider dunkelbraunen Fluss bei Cocktails und internationalen Menues geniessen wollen. 030120102641.jpgHier der kleine Park an der Pagode, mit Lieblingstier, in grau und in echt.291220092623.jpgAbends an der Uferpromenade mit Blick auf den Palast Der groesste Teil der Innenstadt und den Vierteln drumherum lassen sich gut zu Fuss erkunden, sind aber irgendwie unspaektakulaer. Viele Maerkte, viele Menschen, viele Motos und vor allem auch hier richtig viel...Muell samt Gestank. Einfach nicht schoen.

Leider muessen wir auch die Vernichtung von Mels Visa Karte verhindern. Da wir beide neue Karten erhalten haben, aber sicher waren, dass unsere noch bis Ende Dezember funktionieren wuerden, was leider nicht der Fall war, wurde Mels Karte verschluckt und der erste Anruf bei der Bank hier verhiess nichts Gutes. 271220092601.jpg Grrrrrr, aaaaa!!!!!Nach dem Anruf bei der in Deutschland kommt Hoffnung auf. Es wird ein Fax geschickt und unsere alten Karten notreaktiviert - was es nicht alles gibt. Wir koennen die Karte aber erst in zwei Tagen abholen bzw. wenn wir aus Sihanoukville zurueck sind. Wir sind gespannt.

In Phnom Penh besichtigen wir noch das Museum ueber das Regime der roten Khmer. Ort ist eine alte Schule, die 1976 zum Geheimdienst-Gefaengnis umfunktioniert wurde. Der Ort ist sehr beklemmend. Mehr als Zehntausend Menschen wurden hier inhaftiert, gefoltert und getoetet. Als das Gefaengnis 79 von den Vietnamesen befreit wurde, fand man noch 14 Leichen, hingerichtet in den Folterzimmern. 291220092618.jpg Insgesamt wurden waehrend der dreijaehrigen Terrorherrschaft von Pol Pot drei Millionen Menschen getoetet, das war vor dreissig Jahren. Die heutige Bevoelkerung Kambodschas ist sehr jung. Dass jeder in unserem Alter - und das sind fast alle wenn wir uns umschauen - entweder Zwangsarbeiter auf dem Reisfeld, in der Fabrik oder schlimmer noch Soldat des Regimes war, ist schwer zu begreifen, noch schwerer der Horror den die Menschen durchgemacht haben, durch Unterdrueckung, Hunger, Krieg und taeglichen Terror. Viele der roten Khmer-Aktivisten findet man noch heute in der Regierung... die Muehlen der 'Entnazifizierung' drehen sich hier eben auch extrem langsam oder eben gar nicht, bis die Natur den Rest erledigt.
Das ganze war so absurd und grausam, wir sind beide fertig. Aber anders als in Chile ist hier sowohl viel ueber die Geschichte, das Regime und Betroffene als auch ueber die dramatische Zeit der ganzen Region zu erfahren. [Interessanterweise lesen wir im Cambodia Daily, dass am 11. Januar in Santiago de Chile eine neue - eigentlich erste - Staette in Gedenken an die Diktatur und ihre Opfer eroeffnet wird... wird auch Zeit... ].
Den Besuch der Killingfields (in einem der groessten wurden ca. eine halbe Million (!!!) Menschen getoetet) lassen wir, wir sind zu aufgewuehlt.

Unsere Silvesterfahrt ans Meer nach Sihanoukville ist recht willkommen.

Wir wissen eigentlich gar nicht genau wohin, und der Kreditkartenstress hat uns vergessen lassen, eine Unterkunft zu buchen. Silvester kann sehr voll werden :-/
Wir wissen aber, an welchen Strand wir wollen - nach Otres Beach. Vom Busbahnhof nehmen wir ein shared Taxi und finden im 'I dont know' Resto und Bar ein nettes Bett unterm Dach mit Blick aufs Meer. Der Name ist im uebrigen nicht so praktisch: 'Where do you stay?'. ... Hahaha
Otres Beach ist zum Glueck etwas ruhiger als der Rest. Am 31. kommt alles an die Kueste gefahren.
311220092635.jpg und taeglich gruesst der Sonnenuntergang
Mit Cocktails, Bier und Kribbelwasser rutschen wir mehr oder weniger um zwoelf (keiner hat hier eine genaue Zeit) ziemlich feucht froehlich ins neue Jahr. Tanzen Donauwalzer bei Vollmond am Palmenstrand, Knallerei gabs auch. atw-091231-cambodia-24-sihanoukville-otres-beach.jpg
[Kleine Anmerkung: trotz unzaehliger Cocktailfotos und Juergens projektbedingtem Bierkonsum fuehren wir ein gesundes Reiseleben. Aber da... waren schon lang nicht mehr so betrunken... Und Mel so nicht mehr seit einem Abend mit Nicole und Markus in FFM, vor oder nach dem Spargelessen? Markus? Silvesterfotos gibt es zwar, werden hier aber nicht veroeffentlicht ;-) Besser kann ein neues Jahr wirklich nicht beginnen.
Dann am 1. - Happy Birthday Kristin!!! - gehen wir segeln. Das erste Mal allein, auf einem Mini-Kat. Juergen muss lernen: Kurse, Wind, Segelstellung, erste Manoever. Mit einer super Lehrerin klappts ganz gut, die Wenden werden von Mal zu Mal sicherer, die Halsen dann auch, wenn denken, handeln und sprechen koordiniert sind. Hoppla, die MOBs (Mann ueber Bord Manoever) muessen wir noch ueben, der 'Mann' waere schon drei mal erfrohren (das Wasser ist zum Glueck 28° warm), '... der Wind dreht sich auch immer irgendwie...!!!' bis Mel urploetzlich und voellig unbeabsichtigt ueber Bord geht. Dann gings auf einmal, gerade so ;-) Am 2. gehen wir tauchen. Leider sehr schlechte Sicht, fast gar nix zu sehen - aber dennoch nett!

Auf unserem Weg weiter nach Vietnam wollen wir von Phnom Penh aus ein Boot nehmen. Wir muessen ohnehin zurueck, um die Kreditkartensache abzuschliessen.
Bei der Bank sagt man uns, wir sollen Montag Nachmittag wie verabredet kommen, Sonntags ist zwar auf, aber das geht heut nicht. Waehrend Mel mit der Dame redet, kommt von hinten ein 'oh, fck...', jetzt ist meine Karte weg'. Das Card-Center ist auch erst wieder Montag zu erreichen. Wir harren der Dinge, rufen Montag frueh an (sie wollen das gleiche Fax wie fuer Mels Karte, dafuer muessen wir 6h Zeitverschiebung abwarten), gehen noch zur Post, sehen uns einen Kurzfilm ueber die Geschichte des Landes im Kino an, bevor es 14h ist. 'Your card is not here'... Er telefoniert, 'You have to go to the central office'. Trotz dreimaliger Bestaetigung, dass die Karte hier abzuholen ist, aaaaa!!! Vor dem Rausgehen fragt Juergen, ob seine Karte da ist, sicherheitshalber. Er guckt nach, zueckt die Karte aus dem Schreibtisch, laesst sich eine Unterschrift geben, fertig. Wir schauen uns stauenend an, geht doch, auch so, ohne Faxtrallala. Aber dann einmal quer durch die Stadt. Hop, auf ein Moto, der Fahrer meint, er kennt die Adresse, verfaehrt sich, fragt nochmal nach, aber falsche Filiale, den Stadtplan kann er leider nicht lesen, wir kein Khmer, er kein Englisch, witzige Fahrt, wir 'no, no, other direction', bis wir endlich da sind, wo wir hin muessen. Er laechelt, wir auch, Karte da, funktioniert, wir fahren mit ihm zurueck. 'Aowkhun, som nong la'or. (Danke und viel Glueck.)Wir koennen weiter und buchen das Bootticket ueber den Mekong nach Vietnam.

Freitag, 25. Dezember 2009

Frohe Weihnachten!

Es gibt eine Pick-up Truck Verbindung nach Anlong Veng (letzte Zuflucht von Pol Pot und den roten Khmer. Hier ist er auch gestorben und verbrannt worden), dann weiter nach Sa Em, Wechsel auf einen 4WD bis Kor Muy am Fusse des Tempelbergs Prasat Preah Vihear.
Touristen dahin gibt es wohl nicht viele, aber fuer 20 Dollar (immer noch ein stolzer Preis hier, es sind wohl um die 150 km und ca. 6h Fahrt) machen wir uns auf den Weg.
Wir haben ja schon einige Fahrten hinter uns - hier zum Beispiel. Aber was uns hier erwartet, ist hart und wie meinte Socheat, unser Tuk Tuk Fahrer der vorherigen Tage, 'taking pick up truss is very local but dusty experience, call me when you come back'. Wir betrachten den Pick-up und fragen uns, wie und wo da noch Platz ist!? 231220092556.jpg
Juergen holt noch schnell Staubmasken am Kiosk, als er zurueckkommt, haben schon einige Platz genommen, oben drauf...auf der Ladung. Und es kommen noch mehr, Passagiere und Saecke, hier noch ein paar Reifen, dort noch ein Stuhl und meterhohe Topfpflanzen, festgezurrt, geknotet, was geht. Wir oben drauf mit den anderen 12 (exklusive vier Kids und zwei Babys), in der Hoffnung, dass das auch alles so haelt. Juergen fragt, was die aeltere Frau am Wagen macht. Sie geht langsam drumrum. Die Haende in Gebetsstellung und eingeklaemmten Raeucherstaebchen. Sie umkreist den Wagen und murmelt leise etwas vor sich hin, den Kopf dazu nickend.
Alles klar, drei mal Glueck fuer unsre Tour. Wir denken nicht weiter drueber nach, was alles passieren kann, wird schon gut gehen.

Die Fahrt wird in der Tat ein Abenteuer. Die Strassen sind, bis auf die letzten 100 Kilometer reine Staubpiste, halbwegs loecherfrei und der Fahrer ist kein Kamikaze. Aber der Schluss hat es in sich. 231220092559.jpg Mit 80 Sachen durch die Reisfelder, Dauerhupe, roter Staub und Sand ueberall. 231220092557.jpg
Die Khmer nehmens locker. Das Maedel neben uns schluerft zu Melanies Ekel gemuehtlich ihre frischen Muscheln. Es knackt, spritzt und glibbert und irgendwie macht es auf uns gar keinen appetitlichen Eindruck, aber ihr schmeckts sichtlich.

Als wir nach sechs Stunden ankommen, wird uns bewusst, wo wir gelandet sind. Melanie hat sich auf ein 'romantisches erstes gemeinsames Weihnachten' in den zurueckgezogenen Bergen gefreut.
Hauptschauplatz ist die Strassenkreuzung, wo Muell abgefackelt wird, Essensstaende frisch Gebackenes anbieten und Motorradfahrer auf Kundschaft warten. 251220092579.jpg Wir werden laufend gemustert, viele Touristen kommen im Moment hier wohl wirklich nicht her.
Unser zu Hause wird ein Guesthouse mit vier Zimmern. Zwar kein fliessendes Wasser, aber sonst wirklich ganz ok.
231220092560.jpg Blick aus dem Fenster
Am 24. werden wir um fuenf Uhr morgens abgeholt, es geht mit dem Moto auf den Berg zum Sonnenaufgang.
Was wir auch wirklich schaffen mit zwei Notstops, der Motor wird viel zu heiss und muss mit einer Wasserdusche gekuehlt werden.

Es daemmert, der Himmel wechselt von tiefschwarz auf hellere Graublautoene, dann das erste Rot, bis sich ein grosser rot orangener Ball am Horizont hebt, ein grossartiger Anblick.
241220092569.jpg Unter uns die Reisfelder, ein Blick ueber Kambodscha.

Den Rueckweg gehen wir zu Fuss. Jetzt sehen wir auch was uns Nachts entgangen war. Der Tempelhuegel ist ein einziges Militaergebiet. Schuetzengraeben und Bunker ueberall und jede Menge Soldaten. Hoert sich aber dramatischer an als es ist. Wir unterhalten uns mit einigen und alle sind neugierig herauszubekommen, wo wir herkommen und erzaehlen uns von ihrem Alltag hier.231220092563.jpg
Hintergrund der Militaerpraesenz ist ein Grenzkonflikt mit Thailand wegen der Tempel. Trotz intl. Rechtsprechung Anfang der 60er, dass die Tempel Kambodscha gehoeren, behauptet Thailand das Gegenteil. Zuletzt haben sie Mitte 2008 versucht, Preah Vihear einzunehmen, seitdem war es friedlich. Und nachts scheinen die Khmersoldaten ja auch zu schlafen ;-).

Den restlichen Tag verbringen wir im Resto an der Kreuzung und versuchen, ein Weihnachtsmenue zusammenzustellen (was aber nicht wirklich gelingt, sodass wir das spaeter nachholen muessen) und haben ansonsten viel Spass mit unserem Point-it Bildwoerterbuch und den Leuten im Resto. 241220092576.jpg Hier aber auch noch ein Bild von uns mit Weihnachtsschmuck am Strassenrad!!!

Um nicht nochmal einen Pick-up nehmen zu muessen, organisieren wir uns fuer den naechsten Tag ein shared Taxi. Das heisst, dass sich bis zu acht Erwachsene in einen Toyota Camry (vier vorn, vier hinten, plus Kids) setzen, der sich dann mit 100 Sachen und einem guten Luftfilter (der von unserem Auto geht auf halbem Weg leider ein) auf den Weg zurueck macht.

Wir kommen wieder heil in Siam Reap an, von wo aus wir direkt mit einem weiteren Taxi nach Battambang fahren.

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Im Reich der Khmer

Es wird wieder abenteuerlich.
Wie verwoehnt waren wir die letzten Wochen und Monate. Seit Bolivien reiner Luxus. Das aendert sich jetzt aber wieder. Thailand oder zumindest Bangkok ist zwar schon anders in allem was wir so kennen, aber dennoch etwas westlicher.
Wir sitzen im Bus - die letzte lange Busfahrt ist schon wieder etwas her - zur Grenze zwischen Thailand und Kambodscha und dann weiter nach Siam Reap.
Der Grenzuebergang ist ziemlich gross und es ist richtig viel los. Der eigentliche Grenzwechsel koennte nicht dramatischer sein. Unter der Bruecke, die ueberquert werden muss, windet sich ein stinkendes kloakiges Gerinsel voller Muell.

Kambodscha ist arm. Sicher das aermste Land, durch das wir bisher gekommen sind. Bolivien war auch sehr arm, aber anders. Nicht existentiell. Hier haben wir ein anderes Gefuehl, etwas bedrueckender, wobei wir noch nicht genau sagen koennen, was die Laender genau unterscheidet.

Siam Reap empfaengt uns aber herzlich und wie so oft darf man von materiellen Westen nicht auf die Menschen schliessen. Klar ist jeder an den Dollars interessiert, aber, fair enough, wer soll es den Maedels und Jungs veruebeln.

Die Flagge Kambodschas stimmt uns auf die kommenden Tage ein. Von den Fahnenmasten prangt das Relief von Angkor Wat. Siam Reap, was so viel heisst wie 'den Siamesen in den Hintern getreten zu haben', ist die Stadt bei Angkor, auch heute noch das Zentrum des Khmer Reiches. 201220092511.jpg Zwar nicht politisch, aber den Touristen sei Dank, wirtschaftlich und natuerlich kulturell. Angkor ist die Tempelstadt im Dschungel und fuer jeden, der Tomb Raider gespielt oder gesehen hat, ein bekannter Schauplatz.

201220092504.jpg Silkcottonbaeume ueberwuchern die alten Ruinen.

Zwischen den Ruinen die zahlreichen Verkaufsstaende und es wird immer gelacht, wahrscheinlich viel ueber Touristen, aber auch gern ueber sich selbst.'Hey Mr. want some drink? Have cheap cold coco nut!'
Hey Mr, Cheeeep, hi hi hi hi hi'. Alles grinst. Die Maedels, zwanzig, aber sehen aus wie zwoelf, nach acht Jahren Schule Strassenverkaeuferin -
'My Friend, Lady, Madam. ... Want to buy?'- geben nicht auf. 'I have a book (genau das gleiche haben wir schon), 'oh, no problem Mr., buy a second one from me Mr! One for you, one for Madam. One Dollar Mr.?'
Kambodscha ist ein 'one dollar country' zu sein, egal ob Buch, Ananas oder die Tuk Tuk Fahrt.
'Hey Lady, I remember you and when you come back (vom Tempel) you maybe buy ?!' ;-)

Alle sind sehr sehr offen und wir werden taeglich einfach so angesprochen, sobald jemand etwas Englisch kann, wird versucht zu kommunizieren. Wenn das nicht geht wird auch schon mal die Schwester per Handy angerufen um die Bestellung im Resto aufzunehmen.
Alle sind interessiert und erzaehlen gerne ueber sich und ihr Land.

Wir verbringen insgesamt drei Tage bei den Ruinen Angkors. Wir besichtigen zahlreiche Tempel und die riesigen Anlage mit Tuk Tuk und Fahrrad.

221220092542.jpg Wir auf den 60er Fahrraedern

Nach dem vierten oder fuenften koennen wir die hindu-/buddhistischen Reliefs schon fast selbst entschluesseln, nur mit den alten Herrschernamen haben wir Muehe.
Es gab Jayavarman VII , oder Suryavarman II, Dharanindravarman II und so weiter...
201220092517.jpg Angkor Wat
221220092544.jpg Angkor Thom
201220092494.jpg Bayon
211220092527.jpg Banteay Srei 211220092530.jpg Sunset vom Phnom Bakheng

Neben all der prunktvollen Geschichte Angkors ist die Armut um uns nicht zu uebersehen. Fast an jeder Ecke stehen Schilder von Hilfsprojekten aus aller Welt, um zumindest das Notwendigste sicherzustellen - Wasserpumpen und Unterkuenfte. Ein Lehrer auf einer Busfahrt erzaehlt uns, dass er in trockenen Monaten oft mit seiner Klasse in den Wald geht, um Essen und halbwegs sauberes Trinkwasser zu suchen...

Unser Plan fuer die naechsten Tage und Weihnachten ist es, in den Norden nach Prasat Preah Vihear zu fahren. Allerdings ist noch nicht ganz klar, wie wir da hin kommen. Busse gibt es anscheinend nicht und ein private Taxi fuer 150 Dollar ist uns zu teuer. Mal sehen...

Samstag, 19. Dezember 2009

Four Nights in Bangkok

Der Flugtag nach Asien war lang. Hinzu kommt, das wir die letzte Nacht auf Raro durchgefeiert haben. Ein gebuehrender Abschluss unseres Pazifik Ausflugs. Bedauernswerterweise verlieren wir auch noch einen Tag beim Ueberschreiten der Datumsgrenze zwischen Tonga und Neuseeland.
Ueber die zahlreichen Kiwi Urlauber auf den Cooks haben wir Neuseeland etwas kennengelernt, dennoch aber kein sonderliches Interesse hier einen laengeren Stop einzulegen.
Wir sind neugierig auf Asien und obwohl Juergen Bangkok schon kennt (der Telekom sei Dank), wird es sicher spannend die fast sieben Millionen Einwohner Stadt zu besuchen.
Da wir etwas spaeter ankommen, haben wir ein Hostel reserviert, sind aber nicht sicher, ob das auch wirklich geklappt hat.

Exotisch wird es, als wir am Hostel aus dem Taxi steigen. Warme, schwuele Luft schlaegt uns ins Gesicht. Das Atmen faellt schwer. Das Gepaeck, speziell das von Melanie, in dem inzwischen vier Kilo Sand der letzten Straende mitfahren.  ;-)
Ob es denn eine Reservierung gibt fuer uns? Nein, sieht nicht so aus. Gibt es denn noch ein Zimmer? Ja, schon. Was kostets? Oh, stimmt wir sind in Thailand. Das Zimmer kostet umgerechnet drei Euro pro Nase, zugegeben absolut nichts besonderes und nur mit Fan/Ventilator, aber ok und fuer den Preis eines Kaffees auf Tahiti. Alles klar, wir checken ein. Nach dem langen Flug und der kurzen Nacht - nur drei Stunden Schlaf in den letzten 48 - lassen uns sofort umkippen und einsctpjapgmg......

Wats und Klongs ueberall. Aber vor allem Essstaende. So viele, dass man meinen koennte, in dieser Stadt wird nur gegessen. Wir lassen uns die Teller voller Noodles und frisches Obst in kleinen Haeppchen schmecken. Trinken frische Mango Shakes. Mal sehen was der Magen so vertraegt.

Wats sind die Tempel und was fuer ein Unterschied zu den christlichen Kirchen. 161220092461.jpg Wahrscheinlich aehnlich reich, aber hier haengen keine Hingerichteten, sondern laechelnde Buddhas. 161220092452.jpg Manchmal auch liegend und riesig oder einfach nur meditierend und entspannt. Allein der Vergleich sagt schon alles ueber die Glaubensunterschiede und das spiegelt sich in der Kultur wider. 161220092476.jpg Solche Fratzen findet man aber auch hier.

Die Klongs waren mal die Lebensadern der Stadt, von denen nicht mehr allzuviel uebrig ist, aber dennoch ist richtig viel los am Wasser. Und was frueher die Wassertaxis waren, sind heute die immer verfuegbaren Tuk Tuks. Die Dreiraeder sind ueberall und die Aufforderung zum Einsteigen 'Tuk Tuk?' kommt von jeder Strassenecke.
Fast so wie die zur Massage. 'Massass?' Ueberall wird in Schaufenstern und im Liegestuhl draussen vor dem Salon massiert und geknetet. (1h Thai-Massage 180 Baht=3,50 €...)
Wir schlendern weiter durch die Stadt zum Wat Pho und Wat Arun.
Das Wat Arun 161220092459.jpg, fahren mit dem Boot ueber den Fluss. Unser Boot gibt leider zwei Stationen spaeter den Geist auf bzw. zuviele Wasserpflanzen verfangen sich in der Schraube. Jedenfalls muss alles aussteigen und warten. Es kommen weitere Boote vorbei, aber in keines koennen wir einsteigen. Zuerst, da wir zu weit weg sind und sich alle vordraengeln mit allem was ein Thai zu bieten hat. Aber selbst, als wir ganz vorne stehen, werden wir zurueck gepfiffen. Die Stegwaerterin schreit und fuchtelt wild mit den Armen. Inzwischen hat sich ein Tourigrueppchen gebildet. Wir schauen uns hilflos an, bis dann bei genauer Beobachtung und einer Erinnerung an einen Absatz im Reisefuehrer sich die Sache aufklaert. Kleine bunte Faehnchen an Deck der Schiffe geben die Art des Gefaehrts an. Lokale Faehre (keine Fahne), Shuttle (orange), Express Boot (gelb gruen).
Muss alles seine Ordnung haben.

Am letzten Tag noch zum Golden Mountain, auf dem Weg zu Jim Thompsons Huette, einem Unternehmer der frueher Holz gefaellt hat und jetzt auf Textil macht - nette Marke.

Wir fahren Bus und Sky-Way, schaffen es sogar bis zu den billig Handies in der MBK Shopping Mal. Wobei so billig sind sie dann auch nicht. Das Nokia N97 mini kostet hier neu auch 400 Euro. Replikas gibt es davon leider noch nicht. Der grosse Bruder waere mit 120 Euro schon eine Ueberlegung wert, aber mal sehen ;-)
Das IT Shopping Paradies, hier gibt es noch viel mehr Elektronik, ist die Pantip Mall. Ueber fuenf Etagen alles was das Computerherz begehrt. Eine neue Tastatur fuers Netbook (unsere Returntaste ist kaputt) sind uns jedoch keine 60 $ wert, wir ueberbruecken mit einer kleinen Externen fuer 4 $.
Ach ja, was hier Software kostet, wollt ihr gar nicht wissen. Und DVDs und Musik und .... eieiei, alles wird auf Anfrage auch gleich auf den iPod/Gadget deiner Wahl gespielt. Super!
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Auch nicht ohne sind diverse Ausweise, die man sich auf der Strasse machen lassen kann. Noch Student? Internationale Presse? Fotograf? Oder doch noch eine New York Driver-Licence gefaellig? Kein Problem.

Die Tage vergehen wie im Flug, die 'Four Nights in Bangkok' sind schneller rum als gedacht, weiter gehts nach Siam Reap in Kambodscha. 171220092480.jpg Ach ja, es weihnachtet schon sehr!!!

Dienstag, 15. Dezember 2009

Kia Orana Cook Islands

Viel schoener noch als das, was wir bisher auf Tahiti gesehen haben, erwartet uns auf den Cook Islands. Speziell Aitutaki ist einfach paradiesisch. Weisser Strand, Palmen, Wasser in allen Farben. Die Lagune ist riesig und die Straende umfassen die ganze Insel mit einsamen Buchten und Palmen, die bis ins Meer ragen.

Nach zwei Tagen auf Rarotonga haben wir Fluege nach Aitutaki gebucht - quasi als Ersatz fuer Bora Bora - und wir wurden nicht enttรคuscht.
Wir wohnen in einem kleinen Appartment direkt am Strand und mit einem Blick...
Wir gehen jeden Tag schwimmen, wobei wir es anders machen als die Einheimischen. Die nehmen sich den Plastikstuhl mit ins knietiefe Wasser und sitzen da erstmal. Sie sitzen lang, sicher zwei Stunden und erholen sich dabei vom taeglichen Arbeitsstress. Wobei wir nicht genau wissen, was auf dieser - Insel mit dem siebtschoensten Strand der Welt - stressig sein soll. (Aber interessant, selbst Strandschoenheiten scheinen noch steigerungsfaehig zu sein. Auch gut, man braucht ja Ziele in Leben.)

081220092362.jpg So sieht es hier ueberall aus!
Wir geniessen die perfekte Postkartenidylle und fangen an, bei perfektem Wetter hauptsaechlich am Strand auf der Liege zu faulenzen und Buecher zu lesen.

Ein Ziel unserer seits war es natuerlich auch hier tauchen zu gehen. Wir werden bei Onu, der Name unseres Guides heisst uebersetzt Schildkroete, fuendig. Die Tauchgaenge sind ok, aber was den Haicount betrifft, nicht mit Tahiti zu vergleichen. Hier ists eher so, guck mal ein Hai da vorne (grauer Umriss in 10 Meter Entfernung). Wo? Ach da! Und weg ist er wieder...
Aber auch so ganz nett hier durch die Unterwasserwelt zu schweben, kleine Hoehlen zu durchtauchen und ueber Korallenriffe zu gleiten.

Der Hoehepunkt ist unsere 'Lagoon Cruise' am letzten Tag. Wir besuchen unter anderem One-Foot Island, gehen an den schoensten Stellen schnorcheln, spazieren ueber einsame Straende und schwimmen durch die Lagune.

081220092364.jpg Man sieht es kaum, aber es hat ueberall Fische da unten... und anderes Zeugs ... 081220092359.jpg ...

081220092368.jpg ... und oben eigentlich nicht so viel ;-)...

081220092369.jpg ... wenn da nicht zwei tolle Fotomotive waeren...

081220092380.jpg ... waere es schon wieder fast langweilig ...

081220092368.jpg ... nur weisser Sand hier ueberall ...

Aitutaki war mit eins der schoensten Plaetzchen, die wir bisher so gesehen haben. Wer die Moeglichkeit hat, mal in die Richtung zu fliegen - von L.A. sinds grad mal neun Stunden und von Auckland nur etwas ueber drei nach Rarotonga.

Dorthin fliegen wir nach einer Woche auch wieder zurueck und kommen wie schon die Tage zuvor im Rarotonga Backpackers unter.

Raro am Strand: 131220092435.jpg

Ein sehr nettes Hostel direkt am Meer und einer netten Mischung an Leuten - die uebliche handvoll Kiwi-Surfer, Kanadier, Schweizer(innen), UKs, Commerzbank Deutsche (gleich zwei - denen scheint es also allen noch ganz gut zu gehen - Markus wir wissen gar nicht warum Du immer so jammerst zzz..). Und nicht zu vergessen Wiikk. Wiikk ist aus Finnland und nein, das nicht, gar nicht redescheu, aber ja, das doch, sehr dem Alkohol zugeneigt. Wiikk schlaeft meistens nachts auf der Couch ein und startet den Tag gegen elf mit einem (ausgezeichneten) Vailima - Bier aus Samoa. Wir, insbesondere Juergen, schliessen uns leider mehr als einmal an. Aber, was sollen wir sagen; man soll die Feste feiern wie sie fallen. Hier sind wir auf Inselzeit und sie fallen fast taeglich. 111220092420.jpg Island time matters!

Das bedeutet aber auch, das wir ausser tauchen gehen (wir sehen beide unseren ersten Eagle-Ray. Sehr schoen und grazioeus, wie der so durchs Wasser fliegt, Mel sieht die ersten Turtels) fast gar nix machen. Inselueberquerung ist gestrichen, Schnorcheln zu weit weg, Schwimmen nicht so schoen einfach vor der Haustuer und die Party Naechte in Downtown Raro verkuerzen die darauffolgenden Tage ebenfalls.

111220092425.jpg Mal wieder was fuer unsere Cocktail Sammlung. 121220092429.jpg Finnen halt...

Aber wir geniessen alles und haben viel Spass auch gern mal nachts um drei im Pool.

Einen Monat haben wir auf den tropischen Inseln verbracht. Sind allen Gefahren aus dem Weg gegangen. 111220092422.jpg Wir bereiten uns auf die kommenden Festlichkeiten vor 111220092415.jpg Weihnachtsbaum auf Cookish

Haette evtl. etwas laenger sein koennen, oder besser nicht, sonst waere es evtl. sehr viel laenger geworden und was waere dann aus Asien und Afrika geworden!?
Wir freuen uns jetzt darauf, ab Bangkok erwarten uns sicher ereignisreiche Tage.