Sojorner Map

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Unsere Route

Dienstag, 1. Dezember 2009

Franzoesisch Polynesien

Was fuer ein Stress die letzten Monate ;-)!

Dschungelabenteuer, wilde Tiere, Berggipfel, Kilometer lange Wanderrouten, Radrennen, schlaflose Nachtbusfahrten, Kap Horn Umsegelungen, ein Staedtetrip nach dem anderen. Wir brauchen Urlaub!!!

Es trifft sich gut, dass wir gerade unweit tropischer Inseln sind. Wir fliegen nach Tahiti!

Wir sind um sechs Uhr wach. Es ist warm. Der Blick aus dem Fenster unseres B&B auf der Hauptinsel verheisst Suedsee pur. Sonne und tropische Hitze in Pappeete.
Schon die Ankunft war vielversprechend.

Selbst nachts um 00:00 Uhr hatte es 25 Grad, wir werden von den Inselschoenheiten mit einer Tiare begruesst 281120092264.jpg und die Ukulele Band am Flughafen spielt gross auf 8-).Den Einreiseschock haben wir ueberlebt, es gibt KEINEN Tahiti Stempel im Pass!? Wir waren 'entsetzt' und haben kurz ueberlegt, uns selbst einen zu basteln. Mal sehen...

Leider ist das Schiff, mit dem wir ueber die Inseln hoppen wollten, auf Monate ausgebucht - kein Wunder bei nur 12 verfuegbaren Plaetzen :-/ Dies zwingt uns, das Flugzeug zu nehmen und unsere Route leicht einzuschraenken. Wir werden stressfrei auf zwei der zahllosen Inseln jeweils eine Woche bleiben. Zuerst geht es nach Huahine und dann nach Morrea. Wir ueberlegen ob wir auch Bora Bora einen Besuch abstatten, verzichten dann aber. Es ist zwar sicher mit die schoenste Insel hier, aber auch die mit den meisten Touris. Erfahrungsberichte von Reisenden geben uns Recht und da Bootchartern hier unverschaemt teuer ist, verschieben wir Bora Bora aufs naechste Mal ;-).

Auf Huahine kommen wir sehr nett bei Christelle und Terii unter, einer insgesamt siebenkoepfigen franzoesisch-polynesischen Familie. Wir campen direkt an der einsamen Lagune und geniessen den ersten Abend.
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Huahine bedeutet uebersetzt 'schwangere Frau', warum sehen wir beim Besuch im Hafen.

231120092198.jpg Kommt dem sehr nah.

Tuerkisblaues Wasser, ueberall wuselts vor lauter Fischen und einige hundert Meter entfernt tobt die Brandung am Riff und bildet einen weissen Streifen aus Wellen und Gischt, dahinter der tiefblaue Ozean.

251120092223.jpg Blick vom Strand in die Lagune

Uns haelt nichts mehr an Land, wir schnappen uns Masken, Schnorchel und Flossen und stuerzen ins Wasser. Super schoene Korallen und jede Menge Fische. Wir lassen uns treiben, beobachten Snapper, Parott-, Trumpet-, Triggerfishes (die deutschen Namen muessen wir bei Gelegenheit mal recherchieren...).
Als Juergen ploetzlich 'bremst' und quasi aufrecht im drei Meter tiefen Wasser steht, weiss Melanie sofort dass etwas nicht stimmt. Hoffentlich nichts Groesseres als der Hecht, den sie beim letzten Tauchgang bei vier Grad Wassertemperatur in Gross Rohrheim gesehen hat...
Juergen hat in der Tat ploetzlich inne gehalten, da vor im ein grauer Schatten durchs Wasser huschte. Eine Bewegung, laengliche Form und eigentlich nur die Umrisse, aber es war ein Hai. Ziemlich sicher. Der letzte Tauchgang ist bei ihm zwar auch schon fuenf Jahre her, aber auch da waren es Haie. Bullsharks, ob es die hier auch gibt? Das waere eher nicht so schoen, denen beim Schnorcheln zu begegnen. Wir haben ganz schoen geguckt, als die Siluette abermals vor uns auftaucht, Juergen vorn, Melanie versteckt direkt hinter ihm, Sicherheitspuffer...
Zwischen den beiden Korallenbloecken vorne kommt ein Hai direkt auf uns zu. Wir sind ca. fuenf Meter entfernt, als er nach links dreht und uns von der Seite beobachtet. Aus der Entfernung ist es jetzt ein Leichtes, die weisse Spitze an der Rueckenflosse und Finne zu erkennen. Vor uns dreht ein netter zwei Meter Weissspitzen Riffhai seine Bahnen, voellig harmlos.
Es ist wunderschoen, den eleganten Tieren zuzusehen und leider auch nach 35 Tauchgaengen immer noch selten. Mit sanften, ganz leichten Schlaegen der Schwanzflosse zieht er neugierig umher. Nach einer zweiten Inspektionsrunde dreht er ab und verschwindet vor uns ins tiefere Wasser. Etwas aufgeregt und inzwischen auch etwas zitternd - natuerlich wegen Kaelte - machen wir uns auf den Rueckweg.
Kaum im Meer, schon einen Hai gesichtet. Nicht schlecht fuer das erste Schnorcheln und eine gute Einstimmung fuer die kommenden Tauchgaenge.

Das hier gerade die Regenzeit beginnt, bekommen wir aber auch mit, es regnet fast zwei Tage komplett durch. Alles ist nass und bleibt es auch.

Samstag wird in Huahine gelaufen. 211120092193.jpg Der lokale Laufverein laedt ein zur 'Grande Boucle'. Zwar nur eine 25 Kilometer Staffel, aber immerhin. Bei der Hitze reicht auch das aus. Da ein maennliches paar Beine der Familie ausgefallen ist, springt Juergen kurzerhand ein.

Ob er denn auch schnell ist, fragt der Kurze fuenfjaehrige am naechsten Tag und testet Juergen beim Sprint durch den Garten. Juergen besteht. 211120092192.jpg Und ist laufbereit.

Andere schauen zu: 251120092232.jpg

Samstag frueh um acht gehts los. Juergen laeuft die zweite Teilstrecke ueber acht Kilometer. Zwar nicht im Lauftraining, aber trotzdem nur 37 Minuten! Entlang der Lagune und gegen sieben andere Teams. 37 Minuten und das bei der Hitze. Juergen schwitzt, der hochrote Kopf, zusammengebissene Zaehne und kleine zugekniffene Augen lassen auf keinen guten Laufstil schliessen. Es ist ausser Atem, aber immerhin Dritter geworden und ganz zufrieden. Zeit auf die Ersten konnte keine gut gemacht werden, aber es kamen auch nur 15 Sekunden dazu.
Er haette sich eigentlich auch gar nicht so anstraengen muessen. Die dritte Teilstrecke laeuft der Cousin der Familie, der gerade auf Tahiti stationiert ist. Der Kurze nennt ihn Speedy Gonzales. Ebenfalls acht Kilometer misst die dritte Etappe, aber mit zwei Bergen dabei, darunter einer mit einer 15 Grad Steigung, uff. Uns wird beim Zuschaun schon schlecht, aber der Cousin ist bester Laeufer des Militaerregiments und braucht nur 32 Minuten(!). Aaaja, Danke.
Wir gewinnen den Lauf mit drei Minuten Vorsprung. Waehrend die Plaetze drei und zwei Huehnchenschenkel bzw. -brust erhalten, sahnen wir ein Kalb ab(!?). Es muss aber noch eingefangen und spaeter im Supermarkt abgeholt werden. Sehr franzoesisch hier alles... Die Sieger erhalten immerhin noch einen Blumenkranz zum Umhaengen, sehr schoen anzusehen und eine nette Erinnerung.

Gefeiert wird abends, wir sind zum Essen eingeladen. Der Fisch dazu wird zuvor noch frisch in der Lagune harpuniert. Hm, 'poisson cru a la tahitienne', grossartig.

Was sonst noch tun? Wir gehen tauchen. Wir finden eine nettes kleines Tauchcenter und sind zu Dritt mit dem Guide. 231120092205.jpg Wir auf dem Boot.

Schon der erste Tauchgang im Meer fuehrt Melanie auf 22 Meter. Kaum unten angekommen, schon kreuzt der erste Blacktip Reefshark unsere Bahn. Wir waren durchs Briefing vorbereitet. Hier zu tauchen, heisst mit Haien zu tauchen. Wir findens klasse und auch beim zweiten Spot dauert es nicht lange. Als wir den Rand der Riffs erreichen, tauchen die ersten grossen Grauhaie auf. Im Vergleich zu den kleinen Riffhaien nochmal was anderes, viel groesser und mit dem grossen Ruecken noch haifoermiger. Sehr Majestaetisch!

Was natuerlich auch nicht fehlen darf ist das Kajaken. Selbst dabei kann man die Wasserwelt beobachten und die Lagune unsicher machen.
Auf dem Rueckweg haben wir Glueck. Wir geraten mit den Kajaks in die Brandungs Wellen. Erst ganz nett, wir surfen auf ein zwei Wellen. Dann geht aber alles sehr schnell und wir werden abgeworfen und ganz schoen umher geschleudert. Es passiert aber nichts ernstes und wir kommen mit ein paar Kratzern und blauen Flecken uebers Riff.

Nach fuenf Tagen verlassen wir Huahine Richtung Moorea, der Nachbarinsel von Tahiti.
Moorea ist viel belebter aber auch hier finden wir ein nettes Plaetzchen an der Westkueste hinter der Cook-Bay.

Und was fuer Tauchgaenge hier!
Der erste fuehrt uns zu Lemon Sharks. Die acht Blacktips die uns fast den ganzen Tauchgang begleiten, sind schon klasse. Aber die grossen Zitronenhaie dazwischen, das ist sehr sehr geil! Die restliche Unterwasserwelt vergisst man fast bei dem Anblick, aber es ist absolut nicht normal so was.
Und was sollen wir sagen, auch der naechste Tauchgang unvergesslich. Wir ankern unweit des Riffs. Im Wasser die ersten Haie, die uns erwarten. Sollen wir da wirklich rein?

271120092256.jpg Foto muss noch gedreht werden, aber so oder so schwer zu erkennen und das naechste mal nehmen wir eine Unterwasserkamera mit!!

Aber klar, rein und runter! Du kippst ueber Bord, sortierst Dich kurz, pruefst ob alles klar ist, Maske und Mundstueck sitzt. Kontrollblick zum Boot, alles ok. Der erste Blick um einen rum und sofort ein Hai neben einem. Keine Bedrohung, eher wie eine Aufforderung zum Spielen, oder eben zum Tauchen ;-)

Wir gehen runter und hier ein echtes Kompliment an Melanie, grad mal der vierte Tauchgang im Meer und alles sehr sicher und gar keine Probleme oder Angst. Klasse!
Wir besuchen Tiki, die versenkte Statue. Aber natuerlich wird Tiki die Show gestohlen, diesmal von mehreren grossen Grauhaien, die uns neben den Blacktips begleiten. Wir entdecken junge Whitetips und die Unterwasser- Haizahnklinik, in der Putzerfische fuer die richtige Mundhygiene der Haie sorgen.
Allein der Aufstieg zum Schluss ein glorreicher Abschluss, als wir zwischen 17 Blacktip, die um uns rumschwimmen, wieder an Bord gehen. Traumhaft schoen das Tauchen hier!

Der Blick zum Strand 271120092254.jpg Am Berg sieht man die Luxus Unterkuenfte fuer 500 Euro pro Tag.

Aber auch sonst geniessen wir. Die Straende, das warme Wasser und die tropische Sonne.

Auch auf Moorea campen wir. Moorea hat nochmals schoenere Ecken als Huanhine.

261120092236.jpg Morgens beim Fruehstueck :-)

281120092270.jpg Abends mit dem einem der drei Black-Tips, die durch die Lagune jagen. Etwas schwer zu erkennen, aber superschoen anzusehen, wenn ploetzlich die Rueckenflosse aus dem Wasser steigt.

261120092242.jpg Wir gehen schwimmen,von Insel zu Insel, manchmal  mit, manchmal ohne Maske ;-) 271120092247.jpg 261120092244.jpg und lassen die Seele baumeln...

Wir wandern ueber die Insel. 301120092272.jpg Rechts die Cook Bay, in der damals Captain Cook gelandet ist und in der spaeter der Film Die Meuterei auf der Bounty gedreht wurde.

Nach zwei Wochen franzoesisch Polynesien gehts zur britischen Variante auf die Cook Islands.

Mittwoch, 18. November 2009

Moais im Regen

Wir hoppen durch den Pazifischen Ozean und die erste Insel, auf der wir landen ist 'La Isla de Pascua' - im Original, Rapa Nui, oder wie man es bei uns besser kennt die Osterinseln.

Wir campen unweit des Zentrums von Hanga Roa, der Hauptstadt der zu Chile gehoerenden Inseln.
Unser Zelt ist fast direkt am Meer, der erste Blick geht auf die Steilwaende und Kliffs des Vulkans und auf die tobenden Wellen davor.
Wir treffen hier auch Sonia und David wieder, zwei Langzeitreisende, die wir in Bolivien kennengelernt und mit denen wir uns hier verabredet haben - die Welt ist klein.

Gleich der erste Ausflug zum kleinen Hafen bringt uns der Geschichte der Insel naeher. Unweit am Meer stehen die ersten Moais. Die beruehmten Steingesichter mit dem erhabenen Blick und dem coolen, entschlossenen Lippen. In voller Pracht ist der rote Hut nicht zu vergessen.
Wir erinnern uns beide nicht mehr an den Film. Juergen fragt sich die ganze Zeit, warum sie landeinwaerts gucken. Spaeter wird es noch verwirrender, als wir ganz viele sehen, die wiederum seewaerts blicken...
Was Juergen noch wusste war, das viele durch Stammesfeden von den Maoris selbst umgeworfen wurden. Was heute zu weniger beeindruckenden Fotos fuehrt.

181120092128.jpg Wo der hinguckt ist klar...

Der Ausflug zu Fuss fuehrt uns weiter die Kueste entlang zu weiteren Felsengesichtern und heiligen Orten. Leider spaeter komplett im Regen, sodass wir nach fuenf Stunden pitsch nass und per Anhalter wieder zurueck in Hanga Roa sind.

Am letzten Tag gehts trocken und mit ein wenig Sonne mit dem Fahrrad um die Insel, nicht viel groesser als eine Halbtagestour und gut zu machen. Ziel ist, den spannenden Entstehungsort der Moais zu besichtigen. Gemeint ist damit nichts weniger als der Steinbruch, wo die Fratzen aus dem Vulkangestein gehauen wurden. Einige sind noch unvollstaendig zu besichtigen. 181120092152.jpg Schlafend, irgendwie...

Drumherum saeumen Dutzende fertiggestellte, aber noch nicht so recht aufgepflanzte das Areal.

181120092136.jpg Sehr durcheinander

181120092154.jpg Sehr ernst

181120092143.jpg So guckt Juergen wenn er grad sehr zufrieden mit sich ist

Hier die Restaurierten: 181120092161.jpg Aber wo schauen sie hin!?

Im Gegensatz zu uns schaffens die Raeder nicht heil zurueck. Da Melanie die Pedale verliert muessen wir stoppen. Ein Kleinbus voller Japaner haellt aber zum Glueck an und nimmt uns auf halber Strecke mit zurueck ins Dorf (die Bergetappe bleibt uns erspart, hae hae).

Drei Tage Regen und viele Moais und wirklich sehr sehr nette Leute hier - jeder gruesst jeden (und nimmt jeden mit wenn notwendig)
Jetzt hoffen wir auf Suedsee Wetter und freuen uns sehr auf unsere Zeit auf Tahiti, franzoesisch Polynesien und den Cook Islands.

Quizfrage:
Auf dem Weg nach Rapa Nui passieren wir ein sehr kleines Eiland. Wer kann uns sagen, was das war?

151120092105.jpg Kleiner Tip, die Geschichte dazu kennt jeder!!! ;-)

Sonntag, 15. November 2009

Santiago

'Not much to see...', 'Paris it ain't...', 'The city in two days...', 'Smoggy, ugly and dirty...'

Leute, wir wissen nicht wo ihr wart, aber sicher nicht in Santiago!

Das Einzige, was wir an Santiago nicht so toll fanden war unser Hostel. Aber das haben wir uns selbst zuzuschreiben. Die 'Casa Roja' ist eine Villa mitten in der Stadt mit Garten, Pool, Jacuzzi, drei Wohnzimmern, ... Super eigentlich, aber viel zu gross und mit viel zu vielen jungen besoffenen Backpackern. Aber wie gesagt ein wenig selber Schuld, das Blubberbad klang zu verlockend ;-)

131120092084.jpg Sieht auch ganz nett aus, oder? ;-)

Leider verbringen wir einen ganzen Tag mit Erledigungen, wir muessen mal wieder zur Post - Winterklamotten loswerden - wir suchen Reisefuehrer fuer Tahiti und Asien, wir brauchen Buecher fuer den Strand, USB Sticks fuer Foto-Backups, ...
Bei uns zwei Stunden, hier ein Tag und noch nicht mal alles geschafft.
Aber wir schlendern dabei auch eher gemuehtlich durch die Stadt, die uns auf Anhieb sehr gut gefaellt. Wir besichtigen 'La Moneda' - den Praesidentenpalast, wo Allende gestuerzt und ermordet wurde. Zum Abschluss des ersten Tages wandern wir auch ueber Santa Lucia - einen gruenen Huegel mitten im Zentrum mit tollem Blick in und ueber die Stadt.

121120092080.jpg Nette Atmo!

Wir wandern durch die Innenstadt, fahren U-Bahn und sitzen auf dem Hauptplatz. Wir besuchen den Parque por la Paz. So heisst die Villa Grimaldi heute, in der waehrend der Diktatur gefoltert und gemordet wurde. Fuer das Museum von Pablo Neruda kommen wir leider etwas zu spaet. Wir geniessen das Viertel Bellavista, die Patios, Bars und Restos dort.

131120092089.jpg

Juergen laesst sich verfuehren und trinkt Salzburger Bier... 131120092088.jpg Es war ein Fehler... mehr sag ich nicht...

Wir gehen ins Kino und sehen fast einen ganzen Film, bis der Beamer den Geist aufgibt.
Fahren mit der Drahtseilbahn auf den Maria Huegel. 141120092094.jpg (Blick oben drueber)

Kurz gesagt, wir moegen diese Stadt. Sie hat von allem ein wenig. Das macht sie spannend und ueberall ist ein Schuss Exotik und Moderne dabei, was sie unseres Erachtens unverwechselbar und einzigartig macht.

Sonntag, 8. November 2009

Chile al final

Long timw no hear!!! Aber es ging leider nicht anders - wir sind im wahrsten Sinne des Wortes untergetaucht :-) Mehr dazu aber spaeter...

Der schoenste Tag, den wir neben denen im Torres del Paine auf dem Land in Chile - Santiago ist nochmal ganz was anderes - verbracht haben, war der Tag im Nationalpark 'Altos de Lircay'. Ein einladender Weg zum Aussichtspunkt Enladrillado.

111120092079.jpg Wir waren durch die letzten Maersche etwas verwoehnt, was die Landschaft betrifft - hier war es nicht soo atemberaubend - dafuer das Wetter umso amgenehmer, fuer uns schon ein richtiger warmer Sommertag. Besonders nach der kalten und feuchten Zeit auf Chiloe eine willkommene Abwechslung und die Einstimmung auf generell waermere Monate.
In derUmgebung gibt es ansonsten auch noch mehr von dem guten chilenischen Wein ... Sehr schoen hier101120092077.jpg Links und rechts der Strasse VinoVino Vino

Rueckblick:
Die zweitgroesste Insel Suedamerikas ist ein mit dem Bus gut erreichbarer Flecken.

Hoehepunkte der Insel sind Holzkirchen - ganz aus Holz 091120092076.jpg - und die Meeresfruechte - frisch aus dem Meer.

091120092073.jpg Dazu passend ueberall Fischerboote im Wasser

Angekommen sind wir aus Puerto Varas, einem kleinen Touri Ort knapp ueber Puerto Montt an der Kueste. Puerto Varas war keine Reise wert, hauptsaechlich aber wegen dem Wetter, um den schoensten Vulkan der Welt haben sich leider Wolken gehuellt . Den entsprechenden Ausflug verschieben wir aufs naechste Mal.

Schon die Fahrt nach Chile war regnerisch, wobei wir beim Passieren der Anden nochmal richtig Schnee hatten, fast ein Meter am Strassenrand und das auf kaum 2000 Meter.

041120092046.jpg Eine malerische Strecke, das Anden Crossing auf dem Pferderuecken wegen der Wetterlage auch beim naechsten Mal ;-)

Auch Bariloche (Arg.) war leider mit einem Regentag versehen. Aber so richtig. Ein kompletter Tag (Salzburger) Schnuerlregen.
Wir haben aber die Zeit gut genutzt um zu schreiben, die naechsten Tage zu planen und das Wichtigste - Essen zu gehen. Wir haben ein Parilla-Resto entdeckt, hmmm, umwerfend! Einfach nur Lomo - medium, Ensalada, Papas Fritas, eine Flasche Malbec dazu, fertig. Der Grillmeister bedient, very charming. Wir gehen zweimal hin - Ausrufezeichen!

In Bariloche unternehmen wir ansonsten einen Ausflug mit dem Rad, auch hier folgt (dank seherischer Kraefte) Sonne auf Regen, in der superschoenen Umgebung von Bariloche.

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Den Ausflug verbinden wir mit der Erfuellung eines langgehegten Wunsches von Melanie, einem Wellness-Tag. Dank des Tips aus unserem Hostel, in einem netten Resorthotel am See, gar nicht teuer und ganz fuer uns allein 8-), da wohl nur zur Geldwaesche betrieben.
Mal wieder ein Laufband bestiegen, zwei drei Saunagaenge, ein paar Runden durch den geheizten Outdoorpool... 061120092057.jpg ... ahh!
Genau das Richtige nach der Fahrradtour, die uns durch die Huegel- und Seenlandschaft fuehrt. Wir sind auch mehr als geschafft. Die Berge sind nicht ganz ohne, aber wir nutzen die vier Stunden Mietzeit gar nicht ganz aus, zu schnell gehts zu schoenen Aussichtspunkten, malerischen Bruecken und durch dichte Waelder.

Die Fahrt zwei Tage zuvor nach Bariloche war, wie angekuendigt, anstrengend. Die famose Route 40 ist weniger spektakulaer als erhofft und als der Bus den Geist aufgibt, zwingt uns das (ca. 30 Mann) zu einer fuenfstuendigen Tankstellen Besetzung im Nirgendwo. Alle sind hier freundlich und freuen sich ueber leergekaufte Regale.

Die Fahrt bringt uns bis dahin zwei Naechte und einen vollen Tag durch wuestenaehnliche Pampa mit nicht viel mehr als ein paar Huegeln, Grasbuescheln, mal ne Kuh, mal n Pferd, mal n Schaf, auch mal n Lama und ganz selten n Roadrunner.

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Im Bus passiert nicht viel, mal ein Film, dann Musik und so suesser alter Kaffee, das man den Loeffel noch nicht mal in den Kaffee rein bekommt.

031120092041.jpg Nicht viel, einfach.

Wir passieren die beruehmten Hoehlen 'Cavas de los Manos', wo sich laut Melanie die lokale Bevoelkerung einen Jux daraus macht, Handabdruecke auf die Waende zu druecken, um Touristen hierher zu locken. Es gibt ja sonst nichts. Klingt einleuchtend.

Weiter geht's auf unserer Reise in die Hauptstadt Santiago.

Patagonien

Eine Woche auf nem Boot verlangt Bewegungsausgleich, also hop, wieder rein in die Wanderschuhe. Auf geht's. Am ersten Tag zum lokalen Minigletscher Martial in Ushuaia. Der Aufstieg ueber die kleine Skipiste ist nicht allzuschwer und der Gletscher ist wirklich nicht gross und aufgrund von Schnee eigentlich gar nicht zu sehen...

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Am naechsten Tag fahren wir zum Nationalpark Tierra del Fuego, der ist schon groesser.

Wir gehen den 12 km langen Kuestenweg. Es ist kuehl, etwas neblig und hier - am Ende der Welt - sieht es aus wie zu Haus.

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Eine Mischung zwischen mitteleuropaeischem Laub- und Nadelwald, Heide und der Ostsee, Juergen erinnert es auch an das Salzkammergut, das Salz im Wasser mal weggedacht.

Manch eine Strasse endet hier 251020091934.jpg und fuer Argentinien steht hier die Post del  Fin del Mundo. Viele kommen auch her, um sich den Pass stempeln zu lassen. Ach ja natuerlich...Melanie auch. Zwei Pinguine, eine farbige Argentinienflagge und ein Smiley schmuecken jetzt Seite 16 ihres Passes... (Juergen ist ja nur neidisch, weil er sich nicht einen neuen Pass mit 48 statt 32 Seiten bestellt hat und er jetzt mit dem Platz sparen muss... koennte schwierig werden... allein vom hin und her zwischen Argentinien und Chile kommen am Ende 20 Stempel zusammen).

Nach fast zwei Wochen in Ushuaia wird es Zeit, weiter zu fahren. Es warten weitere Parks und Fussarbeit auf uns.
Als erstes und etwas ueberhastet oder auch nicht aufgepasst - anders gefahren waere eigentlich besser gewesen - geht es ueber Rio Gallegos (sprich: Rio Gaschegos... einziges Sonntags-Highlight der Stadt war das Boca Jrs. vs. Riverplate Spiel im TV (1:1 mit einem perfekten Duseltor von wem? Ja genau, Martin)) nach El Calafate.

Das kleine Touridorf ist Ausgangspunkt fuer unsere naechste Station in Patagonien, den Gletscher Perito Moreno.
Komplett verschneit erwartet uns ein riesiger blau glitzernder Felsen aus Eis.  Juergen dachte ja immer das Blau auf Fotos ist ein bisschen nachgedingst, aber stimmt nicht.
Ab und zu donnern Massen aus Eis in den See, in dem dann blaue Eisberge treiben. Ein klasse Anblick.
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Wir bleiben noch einen Tag in El Calafate und organisieren die kommenden Trekking Tage auf chilenischer Seite, im Nationalpark Torres del Paine. Dazu muessen wir aber erst wieder ein paar Stunden zurueckfahren, nach Puerto Natales, dahin, wo wir ganz zu Anfang haetten hinfahren sollen, als wir beim Busticketsbuchen nicht aufgepasst haben.

Im Park machen wir das 'W' von West nach Ost (ein W-anderweg). Jaja, so stehts auch im Lonely Planet, vor allem aber weil wir einen direkten Anschluss zurueck nach El Calafate haben. Etwas teurer, aber das erspart uns eine weitere Nacht in Puerto Natales.
Das W bedeutet drei Taeler und ca. 150 km Wege. Mit den drei beruehmten Torres als 'kroenendem' Abschluss.

Mit dem Kat setzen wir ueber den See und gehen am ersten von vier Tagen den ersten Schenkel des W zum Gletscher Grey. Wir uebernachten im Zelt, die man sich in den Refugios ausborgen kann. Nein, kalt wars eigentlich nicht, auch wenn es nachts auch schon mal schneit. (Ein Juergen Satz ;-)).
Am zweiten Tag geht es weiter, ueber das Camp Britanico zum Zeltplatz am Refugio Pehoe. Die hellen Felsen immer im Blick img_6897.JPG, das Wetter perfekt zum Marschieren. 291020091975.jpg Schoene Strecke, abwechselungsreich zwischen Wald, Gletschern, Plateau.
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Am dritten Tag weiter zum Fusse der Torres, zum Refugio Chileno. Da nach einem kurzen Wintereinbruch oder auch Schneesturm (das ist vielleicht immer ein Wind hier...) noch mal kurz die Sonne rauskommt, entscheiden wir uns, noch zu den Torres aufzusteigen, wer weiss (hier wirklich niemand!), wie das Wetter am naechsten Tag wird. Der Aufstieg ist kuerzer als gedacht (am Ende aber auch viel steiler als erhofft, deswegen ist Melanie auch so rot auf dem Foto ;-)) und vor uns haben wir die drei Tuerme ganz fuer uns allein, herrlich.

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Die Nacht wird windig und schneeig (ein Juergen Wort ;-)). Am naechsten Morgen kaum besseres Wetter, aber Juergen macht sich nochmals auf den Weg rauf. Der Blick ist auch kein anderer als vorher, die Torres stehen noch.

Naja, ein bisschen mehr blau... 311020092010.jpg

Nach vier Tagen kommen wir muede aber wieder mehr als fit in El Calafate an. Eine Nacht bleibt zum Ausruhen, bevor wir am naechsten Tag weiter nach El Chalten fahren. (Juergen verwirren die Namen hier... ;-).

El Chalten ist das argentinische Wanderparadies ('la capital del trekking'), rund um das Massiv des Fitz Roy. Wir nehmen uns zwei Tage Zeit und machen uns gleich am ersten auf zum Plateau am Fitz Roy. Die Strecke gefaellt uns fast besser als im Torres del Paine. Kleinere, nettere Wege, Bergseen und irgendwie eine noch abwechslungsreichere Landschaft 011120092014.jpg. Das Wetter bleibt schoen und so zeigt sich der Gipfel in voller Pracht.

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Der Zweite Tag verlaeuft nicht so aufregend. Ziel ist der Gletscher am Fusse des Torre Solo. Durch viel Pampa kommen wir am Gletscher an, rundherum sieht es eher aus wie ein Gesteinsbruch (ein Melanie Wort ;-)). Und es zieht mal wieder ein eiskalter, starker Wind durch die Lande, brrr. Unser Picknick muessen wir aufgrund dessen in die paar Buesche drumherum auf die andere Gesteinsbruchseite verlegen, ohne Gletscherausguck :-(. (Dafuer um eine Porsche-Design-Fake Sonnenbrille reicher.)

Der Rueckweg durch ein anderes Tal wird umso schoener. 021120092031.jpg

Noch schoener der Abend beim Essen mit Locro (Eintopf) und Sorrentini quatro queso. 021120092034.jpg Etwas verzerrt aber wohl auf.

Inzwischen haben wir einiges an Kilometern abgespult. Uns geht es aber entsprechend gut, Sauerstofftanks mehr als voll, Auswirkungen aufs Gehirn noch nicht ganz absehbar. Ansonsten Plattfuesse eben und die Handgelenke tun uns beiden weh (!?).

Wir verlassen Suedpatagonien ueber die beruehmte Route 40 nach Norden bis Bariloche. Es wird eine 33-stuendige Busfahrt, vor der wir mehr Respekt haben als vor den zurueckliegenden Gipfeln.